Die politische Entwicklung unserer Orte

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"Wendezeit"

Sachsens Grenze

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Der Bau unserer Kirche begann Mitte des 12. Jahrhunderts und erfolgte in mehreren Abschnitten. An das Kirchenschiff, erbaut aus Findlingen und Feldsteinen, schließen sich in gleicher Bauweise Turm und Sakristei an. Die Turmhalle ist im romanischen Baustil errichtet. Im Zeitalter der Gotik wurde Anfang des 16. Jahrhunderts die Altarhalle mit ihrem kunstvollen Kreuzgewölbe angebaut. Der Turm erhielt seine heutige Gestalt im Barock. 
Im Jahr 1284, Treben war gerade das erstemal erwähnt, befanden sich einige Häuser dieser Siedlung noch weiter nördlich, so etwa in Höhe der Weggabelung Schöna - Strelln. Das wurde erst im Jahre 1997 offenkundig, als bei der Verlegung einer Gasleitung Hausfundamente gefunden wurden. Unsere Orte gehörten damals zum Bistum Meißen. 
Die Parochie Röcknitz hieß 1334 nach dem Dorf Treben, denn Kirche und Pfarre liegen dort. Jahrhunderte lang besaß Treben eine größere Bedeutung als Röcknitz, was auch in alten Kartenwerken ersichtlich ist. Die ältesten, mit Lehm gebauten Häuser stehen um die Kirche herum, denn in Notzeiten bot sie schnelle Zuflucht und sicheren Schutz.
Im Jahre 1581 „kapitulierte“ die bischöfliche Stiftsregierung und das Wurzener Land wurde den Wettinern unterstellt.
1632 fielen Schwedische Söldner das erste Mal in Westsachsen ein. Überall herrschte schlimme Kriegsgräuel. In Röcknitz und Treben wurden die Pfarre und zahlreiche Häuser eingeäschert. Die Menschen brauchten lange Zeit, um diese schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten und zu überwinden.
Im Vorfeld der Völkerschlacht hielten sich im September 1813 Kosaken in Röcknitz und Treben auf, die mit ihren Raubzügen die Menschen in Angst und Schrecken versetzten. Schloss Hartenfels in Torgau war damals eine Festung in französischer Hand. Im gleichen Jahre fand vom 16. bis 19. Oktober 1813 die Völkerschlacht bei Leipzig statt. Durch den Sturz Napoleons wurden Deutschland und Mitteleuropa von der Fremdherrschaft befreit. Vom September 1814 bis zum Juni 1815 wurde durch den Wiener Kongress im Frieden von Pressburg, dem heutigen Bratislava, die Sächsisch-Preußische Grenze neu festgelegt. Da Sachsen Bundesgenosse Napoleons war, musste es fast 58% seiner Fläche und ca. 42% der Einwohner um den Preis der staatlichen Existenz an Preußen abtreten. Nur der Umstand, dass Österreich, Frankreich und England sich für die Erhaltung Sachsens einsetzten, verhinderte die vollständige Eingliederung in die preußischen Gebiete. Alle drei Staaten befürchteten ein zu mächtiges Preußen und gingen deshalb diesen Schritt.
Treben wurde mit der neuen Grenzfestlegung zum nördlichsten Dorf Sachsens und sollte dies 175 Jahre lang auch bleiben. Zwischen Elbe und Mulde wurden 28 pyramidenförmige Säulen, die jeweils 120 cm hoch sind, auf unterschiedlichen Sockeln aufgestellt. Leider sind von diesen nur noch wenige erhalten. Für Röcknitz und Treben brachte diese neue Grenzfestlegung noch eine entscheidende Veränderung mit sich. Vorher zur Ephorie Torgau gehörend, kamen unsere Orte nach einer kurzen provisorischen Zugehörigkeit zur Ephorie Oschatz nun wieder einmal zur Stiftssuperintendentur Wurzen. 
1831 erschien die erste Sächsische Verfassung. Die neuen Landesfarben präsentierten sich nun in grün-weiß. Entlang der sächsischen Grenzen begann man mit der Aufstellung neuer Grenzsteine.
Als 1832 das Gesetz über die Gemeinfreiheiten erlassen wurde, trat eine völlige Veränderung besonders der dörflichen Verhältnisse ein. Das erste Gemeindebuch wurde angelegt und hielt alle Ereignisse, die Röcknitz und Treben betrafen, in schriftlicher Form fest.
Durch den Erlass einer Landgemeindeordnung im Jahre 1838 begann die Einführung der dörflichen Bürgermeister oder Ortsvorsitzenden, die nun für die Verwaltung verantwortlich waren. 1840 musste ein Wagenschuppen gebaut werden, um die seit 1822 existierende Feuerspritze unterbringen zu können. Das sogenannte Spritzenhaus ist heute noch zu bestaunen. Die etwa 1840 entstandene Leichenhalle wurde im Jahre 1995 durch eine neue Feierhalle ersetzt.
1866 musste die „Kirchschule“ gebaut werden, da das große Schulzimmer im heutigen Bauerngut der Familie Richard Schubert für den Unterricht nicht mehr ausreichte. Immerhin wurden im Jahre 1841 schon über 100 Kinder, darunter auch die Zwochauer, unterrichtet.
Von „höherer Stelle“ gab es Auflagen, die erfüllt werden mussten. Der Straßenbau im Dorf und in den Fluren wurde angeordnet und belastete die Gemeindekassen stark. An den größeren Verbindungswegen waren Bäume zu pflanzen. Hierbei war die Gemeinde recht großzügig und führte z.B. Pflanzungen bis an die Böhlitzer Grenze aus.
Mit der Entwicklung der Steinbruchsindustrie begann vor nunmehr über 100 Jahren eine aufstrebende Zeit. Weitere Geschäftsgründungen erfolgten, Vereine wurden gegründet und die Bevölkerungszunahme hatte unmittelbare Auswirkungen auf das gesamte Dorfleben. 
Im Jahre 1900 bauten Zimmermanns am Gasthof einen neuen großen Tanzsaal an und in den beiden Gastwirtschaften wurde die Acetylen - Gasbeleuchtung eingeführt. Einige Jahre darauf bekam Röcknitz elektrischen Strom. 1908 wurde eine sogenannte Kraftleitung in unseren Ort verlegt.
An Richters „Kleinschänke“ wurde ein kleiner Saal angebaut. In Treben wurden das Wohngebäude der „Großschänke“ und eine dazugehörige Scheune gebaut. Die alte Brauerei, die unterdessen recht unansehnlich geworden war und zwischen Groß- und Kleinschänke stand, wurde abgerissen. 
Zu den Opfern des ersten Weltkrieges gehörten auch Männer aus unseren Dörfern. Zwischen 1914 und 1918 fielen 36 Einwohner aus Röcknitz, Treben und Zwochau. Ihnen zu Ehre und als Mahnung an die Lebenden wurde in der Nähe der Kirche ein Ehrenmal errichtet, das 1969 abgebaut wurde. Jedoch im Kirchenschiff werden noch heute drei steinerne Tafeln aufbewahrt, die die Namen der Gefallenen des 1. Weltkrieges enthalten.
1922 bis 1923 – die Zeit der Inflation. Eine Anmerkung von Horst Nitzschke erschien uns hier erwähnenswert: „Jeder war Millionär, am nächsten Tag vielleicht Billionär. Für zwei Säcke Mohn wurde eine Scheune gebaut. Die Handwerker holten den Papierlohn in Tragekörben.“
Am 18. Dezember 1924 leuchtete zum ersten Mal die neue elektrische Straßenbeleuchtung. 
Vor allem durch den Einsatz der Turnvereine entstand im Jahre 1926 eine moderne Sporthalle. Ein Jahr darauf, 1927, wurde die „Freiwillige Feuerwehr“ Röcknitz gegründet. 1928 wurde Richters kleiner Saal umgebaut und es entstand ein wesentlich größerer.
Anfang der 30er Jahre bauten fast ausschließlich Steinbruchsarbeiter Häuser in der neu entstandenen Ludwig-Jahn-Straße in Treben.
1936 wurde Treben nach Röcknitz eingemeindet und das Gemeindeamt im ehemaligen Haus der Familie Bitterlich eingerichtet.
Der zweite Weltkrieg, der die Menschen ein weiteres Mal in Angst und Schrecken versetzte, kam schließlich nach Deutschland zurück. Im Oktober 1943 flogen angloamerikanische Bomberverbände auch über unsere Dörfer hinweg. Sie warfen Brandbomben über Zwochau ab, die mehrere Dachbrände auslösten und auch Menschen verletzten. Zur gleichen Zeit kamen in der Nähe von Röcknitz zwei Luftminen herunter. Eine schlug in der Nähe vom Gaudlitzberg nach Röcknitz zu ein und die andere „landete“ in der Sandhalde am Zinkenberg. Glücklicherweise sind beide, einem Wunder gleich, nicht explodiert. Allein durch deren Aufprall entstand eine solche Druckwelle, dass zahlreiche Schäden an Dächern, Türen und Fenstern zu verzeichnen waren. Diese Schäden sind teilweise heute noch in der Ludwig-Jahn-Straße sichtbar.
Im zweiten Weltkrieg, 1939 – 1945, waren es 106 Einwohner aus unseren Orten Röcknitz, Treben und Zwochau, die gefallen sind oder als vermisst gemeldet wurden.
Mit der Zerschlagung des Deutschen Reiches im Jahre 1945 begann, bis in das kleinste Dorf hin wirkend, eine politische Umwälzung in ungeahnten Ausmaßen. 
Am 24. April 1945 zogen die ersten Amerikaner in unser Dorf, hielten sich aber nicht lange hier auf. Versprengte Soldaten wurden ins Kriegsgefangenenlager Bad Kreuznach abtransportiert.
In der Nacht des 05. Mai 1945 tauchten die ersten sowjetischen Soldaten mit Pferden und Panjewagen in Röcknitz auf. Wir hatten Angst und die Frauen versteckten sich. Es begann eine Zeit mit tiefgreifenden Veränderungen in unserer Gemeinde. Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten kamen ins Dorf. Für sie musste Wohnraum geschaffen und für Verpflegung gesorgt werden.
Die Aufteilung Deutschlands war lange vor dem Kriegsende von den Alliierten beschlossene Sache. Röcknitz und Zwochau lagen demnach in der sowjetischen Besatzungszone und wurden von der SMAD verwaltet. Deren erste Aktion war der Abtransport aller „Amtsträger“ in das Gefängnis nach Bautzen, welches auch das „gelbe Elend“ genannt wurde. Weitere Gefängnisse gab es unter anderem in Mühlberg und Weißkollm. Zu den damaligen „Amtsträgern“ gehörten u.a. Bürgermeister Otto Vogel, Ortsbauernführer und Standesbeamter Ehrhardt Müller, Alfred Hermsdorf und Gerhard Klas, der Posthalter von Röcknitz. Von den Abtransportierten kehrte keiner in unseren Heimatort zu seiner Familie zurück. Außerdem wurde der Gutsbesitzer Oswald Haberkorn vom Feld weg verhaftet und zunächst nach Weißkollm gebracht. Später wurde er nach Mühlberg verlegt und erlangte dann schließlich wieder die Freiheit. Oswald Haberkorn kehrte nach Röcknitz zurück und arbeitet noch fast 10 Jahre in der Landwirtschaft - später in der LPG.
Das Rittergut wurde am 17. August 1945 beschlagnahmt und von der Roten Armee übernommen. Viehzählungen und Bestandsaufnahmen gehörten zu den ersten Aktionen der SMAD.
Die Bauern mussten von nun an ein bestimmtes Ablieferungssoll erbringen. Wer das nicht erfüllte wurde bestraft.
Mit der Gründung der DDR im Jahre 1949 hielt auch die Sozialistische Landwirtschaft Einzug. Die erste LPG wurde 1953 gegründet.
Einsetzende Bautätigkeiten gab es zunächst nur in der Landwirtschaft. Das betraf vor allem Neubauernhäuser und Stallanlagen, die vorwiegend die Baufirma Nitzschke ausführte. 
Im Jahre 1952 wurde in Röcknitz eine Bäuerliche Handelsgenossenschaft, kurz BHG, gegründet. Sie gehörte zum Dachverband VdgB, dem Verein der gegenseitigen Bauernhilfe. Untergebracht war die BHG im Rittergut. Später, im Jahr 1962, erfolgte ein Umzug in die oberen Räume des ehemaligen Pferdestalls. Dreißig Jahre danach, und zwar 1992, wurde die Einrichtung geschlossen.
1965 begann der Bau der ersten Eigenheime in der Gartenstraße. Bis 1978 entstanden dort 7 neue Häuser.
Im Jahre 1966 gab man für den Bau der Trinkwasserleitungen für Röcknitz und Zwochau „grünes Licht“. 22 Jahre später waren die Arbeiten beendet und alle Haushalte hatten einen eigenen Wasseranschluss.
1971 wurde unweit des Ortsausganges in Richtung Zwochau eine Bullenmastanlage errichtet.
Im Jahre 1975 begann der Bau der ersten Eigenheime in der Straße der Zukunft. Bis 1988 wurden entlang dieser Straße 11 neue Häuser gebaut.
Gegen Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts stieg der politische Druck auf die Menschen massiv an, der innere Widerstand wuchs, die Bevölkerung wehrte sich und demonstrierte auf der Straße.

Wendezeit

 

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Herbst 1989 - Die „Wende“-Zeit in unserer Gemeinde. Die Friedensgebete in der Kirche zu Röcknitz prägten die Anfänge der politischen Wende in unserem Dorf. 
An die Friedensgebete schlossen sich unmittelbar offenherzige Diskussionen an. 
Zu erwähnen ist eine Veranstaltung, zu der die ehemalige Bürgermeisterin Annemarie Grun einlud. Diese Bürgerversammlung fand im Saal der ehemaligen Konsumgaststätte statt. Im Präsidium saßen u.a. der Betriebsdirektor der Splittwerke Röcknitz – Hohnstädt, Ottomar Häse, und natürlich Bürgermeisterin Annemarie Grun. Sie beantworteten Fragen der anwesenden Dorfbewohner. Das war so interessant, dass gar nicht groß bemerkt wurde, wie ein Bürger durch die Pendeltür trat und rief: „die Mauer ist gefallen“. Hätte man das besser gehört, wären manche Diskussionspunkte damit bereits überholt gewesen.
Die Zusammenkünfte in der Aula, die sehr gut besucht waren endeten mit den Vorschlägen, wer die wahren Interessen der Röcknitzer Bürger vertreten sollte. So wurden Namen in die Aula hineingerufen, die aufgeschrieben werden sollten. Jeder hatte das Recht, hier Widerspruch einzulegen. Das war aber nur einmal der Fall. 
Die benannten Personen vereinigten sich in einem Bündnis von Vertretern der CDU, der FDP und der Bürgerinitiative. Dieses Bündnis erhielt dann auch die Mehrzahl der Stimmen. Ronald Krause bekam die meisten und wurde vom Bündnis als Bürgermeister berufen.

(gekürzter Bericht von Pfarrer i.R. Kurt Kobe)

Sachsens
Grenze

 

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Mit der Wiedererstehung der östlichen Bundesländer gab es auch einige Grenzverschiebungen in Sachsen. So kamen u.a. die ehemaligen Kreise Delitzsch, Eilenburg und Torgau zum Freistaat hinzu. Dadurch verlor Treben bzw. Röcknitz nach nahezu 175 Jahren den Anspruch auf den Titel „nördlichstes Dorf Sachsens“. Der sprachliche Unterschied zum ehemaligen Preußen blieb jedoch bis in die heutige Zeit erhalten.
Im Jahre 1992 wurde am Hauptweg des Friedhofes ein neuer Gedenkstein mit der Inschrift „Den Toten aller Kriege und den Opfern jeglicher Gewalt“ errichtet.
Ab 01. Oktober 1992 bildeten Röcknitz, Böhlitz und Zwochau eine gemeinsame Verwaltungsgemeinschaft. Bald darauf begann der Bau des Böhlitzer Bades.
Unter dem Vorsitz von Pfarrer Kurt Kobe wurde im Jahre 1994 ein Ortschaftsrat gebildet. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Siegfried Mohring gewählt. Am 01. August des gleichen Jahres wurden die ehemaligen Kreise Wurzen und Grimma nach der 42 Jahre währenden Trennung wieder vereinigt. Damit gehörte auch Röcknitz zum neuen Muldentalkreis.
Mit einem millionenschweren Schuldenberg gingen unsere drei Orte am 01. April 1996 schweren Herzens die „Ehe“ mit der Gemeinde Thallwitz ein. Von nun an waren Böhlitz, Canitz, Kollau, Lossa, Nischwitz, Röcknitz, Thallwitz, Wasewitz und Zwochau in der Gemeinde Thallwitz vereinigt. Um die entstandenen Schulden zu tilgen, wurden in Röcknitz u.a. das Gemeindeamt, mehrere Gemeindehäuser und einiges Gemeindeland verkauft.
Röcknitz schloss sich dem Abwasserzweckverband „Heidelbach“, Sitz Langenreichenbach, an und begann mit der Verlegung von Abwasserleitungen. Die Hauptstraße wurde 1997 grundlegend saniert, wobei in diesem Zusammenhang über den Schwarzen Bach eine neue Brücke eingeweiht werden konnte.
Die Kreuzung Hauptstraße – Thammenhainer Straße – Steinbergstraße – Lindenstraße wurde ab 1998 zum Kreisverkehr umgestaltet. Das war erst durch den Abriss des alten Stenderschen Gutes möglich.
Im gleichen Jahr entstanden am Schulweg, nahe der Thammenhainer Straße, 7 neue Eigenheime.
1999 entschlossen sich die Vertreter des Gemeinderates für die Erhaltung des Herrenhauses im Rittergut. Die „ABM-Frauen“ leisteten in Vorbereitung der Restaurierung umfangreiche Aufräumungsarbeiten, die sie mit großem Einsatz durchführten. 
Im Jahr 2000 begannen die Sanierungsarbeiten am Röcknitzer Herrenhaus. 
Die Fahrschule „Swoboda“ zog im März 2000 um und ist nun unmittelbar neben dem Einzelhandel von Eva Kleine ansässig geworden. Daraufhin wurden die ehemaligen Räume der Fahrschule vom Reisebüro Löhr angemietet.
Am Kreisverkehr begannen Zimmermanns mit der Errichtung eines neuen Gebäudes, in dem u.a. die „Raiffeisenbank“ untergebracht werden soll.
Zu dieser Zeit gab es in Röcknitz 350 und in Zwochau 70 Haushalte.

Kinder-
betreuung

 

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Eine gelenkte Betreuung von Vorschulkindern durch die Gemeinde Röcknitz bestand seit etwa 1940. Zu diesem Zeitpunkt eröffnete ein erster Kindergarten in der Schulstraße Nr.37. Die Kinder waren in dem Haus rechts neben der Turnhalle untergebracht. 
Der Zuspruch für diese Einrichtung, aber sicher auch für die liebevolle Betreuung durch Hilde Sälzer und Linda Richter, ließ die Anmeldungen steigen und es musste nach größeren Aufenthaltsräumen gesucht werden.
Konkrete Möglichkeiten ergaben sich erst 1947. Der Kindergarten zog mit 18 Kindern und der Betreuerin Herta Richter in das Herrenhaus ein.
Im April 1954 wurde im ehemaligen Garten- bzw. Sommerhaus der Familie Heinrich Köpp eine Kinderkrippe eingerichtet, die zunächst von 12 Kindern besucht wurde. Es war eine sogenannte „Ernte-Kinder-Krippe“, die für die ersten drei Jahre nur im Sommerhalbjahr geöffnet war. Die Leitung der Einrichtung lag bis 1956 bei Else Krutsch und erste Krippenerzieherin war Frau Hegewald. Frau Haase und Frau Pfennig arbeiteten in der Küche. Ab 1956 übernahm Frau Franke die Leitung der Kinderkrippe. Im April 1957 kam Paula Lindner als zusätzliche Betreuerin hinzu, da ab diesem Zeitpunkt die Einrichtung durchgehend geöffnet hatte. 
Durch den Wunsch vieler Frauen nach eigener Berufstätigkeit platzte das Quartier im Herrenhaus bald „aus allen Nähten“. So entstand in den Jahren 1957 und 1958 östlich des alten Gärtnerhauses ein neuer Kindergarten. Unter sehr großer Beteiligung jugendlicher Aufbauhelfer entstand ein Gebäude, welches sich bis zum heutigen Tag in ständiger Veränderung befand. Kindergartenleiterin war von 1957 bis 1970 Ursula Suckale. Die Küche war von 1960 bis 1980 im primitiv eingerichteten Nebengebäude untergebracht.
Herta Richter, Ursula Suckale, Irmgard Klein und Liane Schubert waren ausgebildete Erzieherinnen, welche täglich ihre ganze Geduld, ihre Liebe und ihr Verständnis über 40 Jahre lang den ihnen anvertrauten Kindern entgegenbrachten. Viele weitere Erzieherinnen folgten ihnen.
1963 begann Gerda Grau ihre Tätigkeit als Leiterin der Kinderkrippe. 
Sie war, genau wie Paula Lindner, ca. 30 Jahre in der Kinderbetreuung tätig. 16 bis 17 Kinder wurden zu dieser Zeit täglich betreut. Von 1970 bis 1975 leitete Liane Schubert den Kindergarten. Im Juli 1975 übernahm Ursula Klandt die Leitung mit einem ständig wechselnden und größerem Kollektiv.
1980 bis 1982 wurde am Kindergarten ein Seitenflügel angebaut, der fortan die Kinderkrippe beherbergte. Zusammen mit dem integrierten Küchentrakt ließ das eine Betreuung von bis zu 30 Krippenkindern zu. Für das leibliche Wohl bemühten sich in zeitraubender Kleinarbeit die Küchenverantwortlichen Helene Nestler, später Ursula Reschke, und ihre Mitarbeiterinnen Irmgard Schneider, Lina Voigt und Monika Vogel. Andrea Tempel übernahm damals die Leitung der neuen Kinderkrippe. 
1986 folgte ein weiterer Anbau am Kindergarten, der die Betreuung von bis zu 90 Vorschulkindern ermöglichte.
1990 übernahm die Kommune als Träger diese Einrichtung.
Im April 1991 entschied eine Elternwahl über die neue Weiterentwicklung und bestimmte die neue Leiterin und 9 Erzieherinnen.
Am 01. Juni 1991 erfolgte die Zusammenlegung der Kinderkrippe und des Kindergartens Röcknitz.
Ab 01. April 1996 erfolgte im Kindergarten die Einbeziehung der Hortbetreuung.
Die Zusammenlegung der Kindertagesstätten von Röcknitz und Böhlitz mit dem Standort Röcknitz fiel auf den 01. August 1996.
Am 01. August 1997 zog der Hort in die Kindertagesstätte ein.
Ab 01. Juni 1999 erwarb die Einrichtung eine Betriebserlaubnis zur Führung einer Integrativ-Kindertagesstätte mit einer Heilpädagogin.

Bürger-
meister

 

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Treben:
1862 Karl Wilhelm Leue Gemeinde-Vorstand
1902 Karl Hermsdorf, Sattlermeister Gemeinde-Vorstand
1920 Oswald Werner Bürgermeister
1930 Oskar Jahn Bürgermeister

Röcknitz:
1862 Johann Gottlob Schmidt Gemeinde-Vorstand
1902 Heinrich Dietrich Gemeinde-Vorstand
1920 Oswald Richter Bürgermeister
1930 Otto Vogel Bürgermeister

1936 erfolgte die Eingemeindung von Treben nach Röcknitz, worüber die Trebener nicht sehr erfreut waren. Ab diesem Zeitpunkt war Otto Vogel alleiniger Bürgermeister der Gemeinde Röcknitz.

Mai 1945 Walter Wagner wurde Bürgermeister - eine unruhige Zeit für ihn. Für wenige Monate übernahm auch Dr. Stammer aus Leipzig dieses Amt.

1948 Wilhelm Haufe aus Zwochau wurde amtierender Bürgermeister.

1950 Der bis zum heutigen Tag letzte Röcknitzer, Alwin Landgraf, übernahm das Bürgermeisteramt.

1959 Der Böhlitzer Bruno Koch wurde Bürgermeister der Gemeinde Röcknitz.

1977 Der Dornreichenbacher, Peter Durin stand seit dieser Zeit als Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde Röcknitz.

1986 Annemarie Grun aus Wurzen wurde die erste Bürgermeisterin von Röcknitz.

Mai 1990 Ronald Krause aus Sömmerda übernahm das Bürgermeisteramt.

1991 Jens Stange aus Wurzen wurde zum neuen Bürgermeister von Röcknitz gewählt. Zum 01. Oktober 1992 bildeten Röcknitz, Böhlitz und Zwochau einen gemeinsamen Gemeindeverband, dem weiterhin Jens Stange vorstand. Er legt  Ende März 1996 sein Amt nieder.

01. April 1996 Röcknitz, Böhlitz und Zwochau wurden mit sofortiger Wirkung nach Thallwitz eingemeindet. Bürgermeister der Gemeinde Thallwitz ist zum damaligen Zeitpunkt Kurt Schwuchow. Zur Wahl des Bürgermeisters wurde im Juni 2001 Kurt Schwuchow für eine weitere Legislaturperiode gewählt.

                      

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